| Im Mai 2009 haben wir unsere
Ordination mit einem Spectral-Domain-OCT (Optische Kohärenz Tomographie) ausgestattet. Damit gehören wir zu den ersten augenfachärztlichen Einrichtungen in Österreich, die einen wesentlichen Meilenstein in der Untersuchung von Netzhauterkrankungen, aber auch den Frühformen des Grünen Stars anbieten können.
Das OCT fertigt eine Serie von Schnittbildern der Netzhaut und des Sehnerven an. Dieser Stappel von Bilder läßt sich dann als räumliches Modell begutachten. Die Untersuchung selber läuft für den Patienten völlig unbelastend ab. Da ein Infrarotlaser genutzt wird, ist nur ein schwaches Orientierungslicht sichtbar. Sogar bei recht enger Pupille kann die Vermessung der gewünschten Strukturen erfolgen.
Wann ist eine OCT-Untersuchung nützlich?
Das OCT wird vorallem bei Erkrankungen der Makula (Gelber Fleck, Netzhautmitte) eingesetzt. Dazu gehören Altersbedingte Makuladegeneration (AMD), aber auch Gefäßverschlüsse, diabetische Netzhautveränderungen und seltenere Bilder wie epiretinale Gliose, Makulaödeme anderer Ursachen und Glaskörperanheftungen an der Makula (Vitreoretinales Traktionssyndrom).
Die hochkomplexe Technik, die sich in dem recht unscheinbaren OCT verbirgt, erlaubt mit Hilfe eines automatisierten tracking systems die Vermessung exakt der gleichen Netzhautstelle von Kontrolle zu Kontrolle. Es fällt dadurch wesentlich leichter (und genauer), eine Verschlechterung der Erkrankung einzuschätzen, die Sinnhaftigkeit einer Behandlung zu beurteilen oder nach einer Behandlung (wie zB. intravitreale operative Appliaktionen von Lucentis® oder Avastin®) den Erfolg zu bestimmen.

Im Beispiel oben zeigt sich neben Veränderungen durch eine altersbedingte Makuladegeneration auch eine seltenere, krankhafte Anheftung des Glaskörpers an der Makula. Erst die richtige Einschätzung der Zusammenhänge erlaubt auch sinnvolle Behandlungsschritte zu setzen.
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