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Bisherige
Linsen, die im Rahmen der Operation des Graune Stars eingesetzt
wurden, sind mit einem Filter gegen schädliches UV-Licht
ausgestattet. Eine weitere Verbesserung, die vermutlich eine neue
Generation von Intraokular-Linsen einläutet, ist die Filterwirkung
auch im sichtbaren, blauen Bereich des Lichtspektrums.
Welche Bedeutung hat nun dieser Blaufliter?
Mit zunehmendem Alter nimmt die schützende
Wirkung des Blaufilters der Netzhaut (Makulapigment: Lutein, Zeaxanthin)
ab. Diese Abnahme des Schutzes gegenüber kurzwelligem blauen
Licht gleicht die zunehmende Gelbfärbung der eigenen Linse
wieder aus.
Bei der Operation des Grauen Stars (Katarakt, siehe auch Animations-Video)
wird die getrübte Linse gegen eine künstliche, klare Linse
ausgetauscht. Damit geht aber dieser für die Netzhaut wichtige
natürliche Schutz des Blaufilters verloren.
Welche Bedeutung könnte die verringerte Belastung der Netzhaut
nach Einsetzen einer Blaufilter-Linse im Rahmen
einer Operation des Grauen Stares haben? Noch liegen keine klare
Antworten (Studienergebnisse) vor, die diese Frage beantworten könnten.
Nach heutigem Verständnis ist zu vermuten, daß zumindest
vorbestehende Netzhauterkrankungen (zB. altersbedingte Makuladegeneration)
nach der Operation einen besseren Verlauf zeigen könnten. Denn
viele Indizien sprechen dafür, daß energiereiches UV-
und Blaulicht einen wesentlichen Anteil am Krankheitsverlauf insbesondere
der altersbedingten Makuladegeneration haben dürfte.
Da der Blaufilter keine störende Wirkung zeigt, setzen
wir diese Linsen bereits heute bei Patienten mit Makulaerkrankungen
ein und hoffen damit, den weiteren Krankheitsverlauf positiv
zu beeinflussen.
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